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| über uns | |||||||||||||||||||||||||||
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Große Leidenschaft für kleine (Meer-) Schweine Vor 11 Jahren, im September 1997, gründeten einige mutige Mitglieder
den Landesverband 04 Rheinland-Pfalz/ Saarland, der dem Bundesverband
der Meerschweinchenfreunde Deutschland (MFD) untergeordnet ist. Klein aber fein, sowohl das Tier, als auch die Zahl der aktiven Mitglieder im Landesverband. Eigentlich hatte niemand geglaubt, dass der Verein heute auf so sicheren Füße stehen würde. Die Finanzen sind gesichert und ein Stamm von eifrigen Mitgliedern sorgt für zunehmende Erfolge bei Ausstellungen und anderen Veranstaltungen.
Nicht ganz ernst genommen wird oft die Beschäftigung mit den Meerschweinchen. Wenn man aber genauer hinsieht, erfährt man, dass auch hier der Einzelne von der Leidenschaft gepackt werden kann. Anders als bei einem Hasenzuchtverein steht nicht nur die Rassezucht im Vordergrund, sondern auch Liebhaber und Halter von ganz normalen Hausmeerschweinchen sind willkommen. Gemeinsam liegt allen das Wohlergehen der kleinen Nager am Herzen, die bei der Rasse Cuy auch größere Ausmaße annehmen kann (bis 4 kg schwer). Normale Meerschweinchen wiegen 800 bis 1500 g.
Italienische Wissenschaftler haben durch genetische Untersuchungen festgestellt, dass die Meerschweinchen nur mit den Südamerikanischen Nagern, nicht aber mit anderen Nagetieren der Welt verwand sind. Meerschweinchen kommen in Südamerika in verschiedenen Wildformen vor, werden aber von der einheimischen Bevölkerung schon seit 3000 Jahren als Haustiere gehalten. Sie dienen dort als Spieltier, Fleischlieferant und Kultobjekt.
Auch für die Mitglieder des Vereins haben die witzigen Tiere einen gewissen Kultstatus. Verschiedene Langhaar- und Kurzhaarrassen in verschiedenen Farben werden von den begeisterten Züchtern gehalten und vermehrt. Dabei geht es nicht um eine Massenvermehrung für das Zoogeschäft oder das Tierheim, sondern um eine gezielte Rassezucht, die nach einem Rassestandard erfolgt.
Bei Ausstellungen werden die Tiere nach diesem Standard gerichtet. Der noch vergleichsweise junge Verein verfügt erst wenige Jahre über ausgebildete Richter, die in der Lage sind, ein Tier zu beurteilen. Bewertet werden dabei Typ und Bau, Augen und Ohren, sowie die Kondition, d.h. der Ernährungszustand. Außer Fellstruktur und Farbe finden auch Gesundheits- und Pflegezustand Eingang in die Beurteilung. Vermieden werden sollen Qualzuchten, so dass jeder Verein auch eine Tierschutzkommission besitzt.
Darüber hinaus sollen Privatpersonen, die nur wenige Tiere besitzen über die Pflege und Haltung der Tiere aufgeklärt werden. Auch bei Krankheiten und anderen Problemen kann der Züchter dem Halter mit Rat und Tat zur Seite stehen.
Fast jeden Monat treffen sich die Vereinsmitglieder um Erfahrungen, Tipps und manchmal auch die Meerschweinchen selbst auszutauschen. Bei diesen Treffen geht es meist lustig zu und der erste Vorsitzende Herr Karlheinz Müller aus Neunkirchen hat oft genug Mühe, sich Gehör zu verschaffen. Aber je besser die Stimmung im Verein um so mehr wird geschwätzt. Karlheinz trägt es zum Glück meist mit Gelassenheit. Das haben die Meerscheinchenzüchter mit ihren Tieren gemeinsam: Kommunikation ist wichtig! Vielleicht ist uns der kleine Quieker, der sich mit einer Fülle von Pfeiftönen verständigt, auch deshalb so sympathisch.
Auch im Sozialverhalten der Meerschweinchen entdecken wir viel Menschliches. Meerschweinchen leben in Gruppen und sollten niemals alleine gehalten werden. Den Züchtern fällt es oft schwer, Leute, die ein Schweinchen kaufen wollen, davon zu überzeugen. Um unerwünschten Nachwuchs zu vermeiden sollte man gleichgeschlechtliche Paare bevorzugen. Auch Männchen, im Fachjargon „Böcke“ genannt, können, von wenigen Ausnahmen abgesehen, auch sehr gut paarweise gehalten werden. Oft ist es sogar viel leichter einen jungen zu einem alten Bock zu setzen, als ein junges Weibchen zum ältern Weibchen. Bei den Weibern fliegen öfter die Fetzen. „Ja , wie bei den Menschen“, meint das so mancher Interessierte.
Als Tier für Kinder ist das Meerschweinchen auch deshalb so gut geeignet, weil es relativ leicht zu pflegen ist, nicht so groß ist und weder kratzt noch beißt. Meerschweinchen besitzen eine angeborene Beißhemmung gegenüber allem Artfremden, d.h. sie beißen sich höchstens gegenseitig, nicht aber den Menschen. Darüber hinaus sind sie tagaktiv und nicht nur in der Nacht zu bewundern, wie etwa der Goldhamster.
Oberflächlich betrachtet könnte man meinen, dass den Vereinsmitgliedern irgendwann einmal die Gesprächsthemen ausgehen, aber es gibt immer wieder etwas Neues zu lernen, sei es über Fütterung, Haltung, Pflege oder Zucht. Man trifft sich aber auch zu anderen Vereinsaktivitäten, wie Wanderungen, Schifffahrten und Grillfesten. Gelegentlich veranstalten Vereinsmitglieder bei sich Zuhause ein Züchtertreffen. Eine kleine Gruppe im Verein trifft sich auch gelegentlich zum Papierfalten, dabei wird die Kunst des Origami (Japanische Papierfaltkunst) geübt.
Wichtig ist die Zusammenarbeit der Vereinsmitglieder vor allem bei Ausstellungen. Hier gilt es Hand in Hand zu arbeiten. Jeder packt mit an, damit alles reibungslos über die Bühne geht. Obwohl der Verein nur wenige aktive Mitglieder hat, ist man inzwischen in der Lage gewesen, eigene Ausstellungskäfige zu erwerben. Die nächste Anschaffung soll ein Anhänger für das Auto sein, um die Käfige kostengünstig zum Ausstellungsort transportieren zu können.
Obwohl Meerschweinchen eigentlich nicht so viel Platz für die Haltung benötigen, wird es doch meist nötig einen eigenen Raum für sie einzurichten, wenn ihre Anzahl steigt. „Hauptsache die Schweine sind gut untergebracht“, meint dazu Silke Ehl. Auch sie hat, wie viele andere, ihre Wohnung nach den Bedürfnissen ihrer Pfleglinge ausgesucht. Sie beherbergt allerdings auch den Bundessieger „Anthony vom Pfälzer Wald“, ein Coronet in rot-weiß. Ein Coronet ist ein Langhaartier mit einem Wirbel zwischen den Ohren, einer Krone, daher der Name Coronet. Vielfältig wie die Meerschweinchenrassen, die die Züchter betreuen sind auch die Menschen, die im Verein zusammenkommen. Nicht nur Pfälzer und Saarländer sondern auch Mitglieder aus Holland und der Schweiz sind dem Verein angeschlossen. Was der Europäischen Union noch nicht gelungen ist, bei uns ist es verwirklicht : Auch die Schweizer sind dabei !
Die Zusammenarbeit im Verein gestaltet sich so positiv, dass es für alle Beteiligten eine echte Freizeitbeschäftigung mit Erholungs- und Entspannungswert ist. Neue Mitglieder sind immer willkommen und werden herzlich aufgenommen !
Name: Meerschweinchenfreunde Deutschland Landesverband 04 Rheinland-Pfalz / Saarland e. V.
Mitglieder: ca 100
Jahresbeitrag : siehe Beiträge & Beitritt
Vereinszeitschrift: Meerschweinchen News (im Jahresbeitrag enthalten)
Aktivitäten : Wanderungen, Züchtertreffen, Mitliederversammlungen, Ausstellungen mit Zuchtschau,Vorträge
Gründung Am 6. September 1997 trafen sich in Idar –Oberstein 15 mutige Meerschweinchen-züchter und Liebhaber um den LVB 04 Rheinland-Pfalz-Saarland zu gründen. Es war ein denkwürdiger Tag für die Welt, da an diesem Tag auch die geliebte Lady Diana von England mit großem Medienrummel zu Grabe getragen wurde. Wir hatten uns aber entschlossen den Landesverband zu gründen und davon konnte uns nun nichts mehr abbringen. Eigentlich standen wir der ganzen Angelegenheit etwas skeptisch gegenüber, ob das wohl funktionieren würde, mit so wenig Mitgliedern ?
Wir, das waren folgende Personen, bzw. Persönlichkeiten : Iris Batton, Karl-Heinz-Ehl, Manuela Kilian, Silke Ehl, Birgitt Butter, Monika Däuwel, Ruth Vierengel-Blum, Rita Hobein, Simone Sander, Heike Kolar, Gabi Cimo, Sigrid Tooson, Katja Jütte-Lantuéjoul, Christiane Angelkorte und Ulrike Brusius. Iris Batton war in der Vereinsgründung geübt und hatte sich genau über die gesetzliche Vorschriften informiert. Sie übernahm den Vorsitz bei dieser Veranstaltung und wurde auch später zur ersten Vorsitzenden gewählt. 2. Vorsitzender und Stellvertreter wurde Kalle Ehl. Silke Ehl übernahm das Amt als Kassenwartin. Birgitt Butter wurde kurzerhand überredet, den Posten als Ausstellungsleiterin
zu übernehmen. Man versicherte ihr , dass sie das sicher gut könnte
und im übrigen würde man ja Hilfestellung leisten. Birgitt sagte,
ja, und wusste eigentlich nicht, worauf sie sich da eingelassen
hatte. Tatsächlich hat Birgitt ihre Aufgaben von Ausstellung
zu Ausstellung immer besser gemeistert und stetig dazugelernt. Sie
hat dieses Amt bis heute inne und wurde in
Folge immer wieder gewählt, da wir von ihren Fähigkeiten überzeugt
waren.
1. Ausstellung Schon bald kamen die ersten Herausforderungen auf uns zu. Zuerst in Form eines Anrufes von Gerd Lang unserem Bundesvorstand bei Iris Batton. Schon im Oktober sollten wir eine Ausstellung in Mommenheim bei Mainz auf die Beine stellen. Der ortsansässige Kaninchenzuchtverein hatte uns eingeladen, mit unseren Meerschweinchen teilzunehmen. Bisher hatte sich wohl Patricia Emmerich um diese Sache gekümmert und die gemeinsame Ausstellung hatte eine gewisse Tradition. In Windeseile berief Iris eine Versammlung ein. Wie sollten wir das in der Kürze der Zeit bewerkstelligen ? Wir grollten heimlich dem Bundesvorstand. Aber die Sache musste über die Bühne gehen und so wurde alles organisiert. Es fand zwar keine Richtung statt, aber wir stellten doch etliche Tiere aus und es gab auch zahlreiche Verkaufstiere. Die Zusammenarbeit mit den Kaninchenzüchtern gestaltete sich sehr gut und es wurde ein lustiger Züchterabend gefeiert. Mauela Kilian, Iris Batton und Tina Angelkorte übernachteten sogar in der Turnhalle wo die Ausstellung stattfand. So wurden unsere „Schätzchen“ auch nachts bewacht. Die Ausstellung hatte uns so gut gefallen, dass wir seitdem jedes Jahr wieder Gäste in Mommenheim sind. Manfred Bader, der erste Vorsitzende lädt uns immer wieder ein. So waren wir in diesem Jahr schon zum 6. Mal Gast des Kaninchenzuchtvereins Mommenheim und die Besucher rechnen schon mit uns. Unsere erste gemeinsame Weihnachtsfeier fand in Kaiserslautern statt im Lokal Barbarossahof. Es gab wie immer viel zu lachen und das Essen war gut. Das leibliche Wohl ist in unserem Landesverband eine wichtige Angelegenheit und danach werden die Lokalitäten ausgewählt. Das ist auch bis heute so geblieben.
Unsere erste Landesschau mit Richtung fand im Jahr 1998 in Höheinöd in der Turnhalle statt. Kalle hatte für eine schöne Dekoration gesorgt. Sigi Tooson und Joyce den Otter waren die Preisrichter. Wir sammelten die ersten Erfahrungen mit den Bewertungskriterien für unsere Tiere im MFD Standart. Wir mussten lernen uns richtergerecht zu verhalten, also nicht so viel dazwischenschwätzen (was uns schwer fällt), nicht über eigene Tiere sprechen, den Richter nicht ablenken usw.. Weil Sigi und Joyce mit ihren Bemerkungen selbst immer wieder für Gaudi sorgten, war das alles nicht so einfach. Aber wir lernen ja immer wieder dazu und das ist immer noch so. Inzwischen haben wir schon viele Veranstaltungen gemeinsam organisiert und alles mit Bravour gemeistert. Meistens waren wir hinterher wieder etwas schlauer als vorher und es wird immer Dinge geben, die Verbessert werden können. Letztes Jahr konnten wir das fünfjährige Bestehen unseres Landesverbandes in Clausen feiern. Es war eine wunderschöne Veranstaltung mit prasselndem Lagerfeuer und Gesängen bis in den frühen Morgen. Dass unser Verein so lange erfolgreich besteht und inzwischen auch finanziell auf einer sicheren Basis steht, hätten wir uns niemals träumen lassen, als wir den Landesverband 1997 in Idar-Oberstein gründeten.
26.01.2003 von Ruth Vierengel-Blum
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